Schwalbe sucht Dorf
Am 19. Mai fiel der Startschuss in Berlin: Gemeinsam mit anderen Kulturlandstiftungen aus Deutschland setzt sich die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft für Rauch- und Mehlschwalben ein.
Unter dem Titel "Schwalbe sucht Dorf" will die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft gemeinsam mit den Kulturlandstiftungen aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und dem Rheinland, sowie der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft in den kommenden Jahren verstärkt auf die Lebensbedingungen der Rauch- und Mehlschwalben aufmerksam machen.
Während Schwalben gerade in den Dörfern früher nicht wegzudenken waren und mit ihrem munteren Gezwitscher auf sich aufmerksam machten, bleibt es heute vielerorts verdächtig still. Zwar sind sowohl Rauch- als auch Mehlschwalbe in Deuschland noch weit verbreitet, doch ihre Lebensbedingungen verschlechtern sich vielerorts und so nimmt ihre Zahl ab.
"Wir wollen auch in Zukunft Schwalben auf Höfen und in Dörfern", sagt Gerd Sonnleitner, der als Präsident des Deutschen Bauernverbandes die Schirmherrschaft für das länderübergreifende Projekt übernommen hat. Deutschlandweit engagieren sich bereits viele Bauern und unterstützen die Vögel auf ihren Höfen, denn "in jedem Landwirt steckt ein Schwalbenretter", ist Sonnleitner überzeugt. "Um den Nestbau und damit die Nachzucht von Jungen zu unterstützen genügt oft schon ein gekipptes Stallfenster."
Doch nicht nur Landwirte sollen sich für die Schwalben engagieren: "Jeder kann etwas tun", sagt Sonnleitner. Denn im Gegensatz zu den Rauchschwalben, die vorwiegend in Ställen oder anderen landwirtschaftlichen Gebäuden brüten, bauen Mehlschwalben ihre Nester an den Außenfassaden von Gebäuden und sind damit auf das Wohlwollen der gesamten Bevölkerung angewiesen.
Weiter Informationen zu Rauch- und Mehlschwalben, sowie Anregungen für den aktiven Schutz der Vögel finden Sie im projektbegleitenden Flyer, den Sie hier herunterladen können.
Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hat bereits Anfang des Jahres das Projekt "Rauchschwalben willkommen!" ins Leben gerufen, weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

- Am 19. Mai wurde das Projekt gemeinsam in Berlin eröffnet. v.l.n.r.: T. Muchow, Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft; B. Steiner, Geschäftsführer der Bayerischen Kulturlandstiftung; E. Hartelt, stellv. Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kulturlandpflege Rheinland-Pfalz; W. König, Geschäftsführer der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft; G. Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes; Dr. S. Lütgert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft; B. Haase, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen; B. Rohloff, Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen




